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JANA KATHARINA KONRAD I EXPERIMENTS IN_VISIBILITY I TYPOGRAFIE

Wie kann das eigenständige Erleben von Grafikdesign für Blinde und Sehbehinderte Personen zugänglicher gemacht werden? Dieser Frage habe ich meiner Bachelorarbeit gewidmet. Im Laufe meines Studiums habe ich durch eine enge Freundin, welche blind ist, immer wieder festgestellt, dass es fast unmöglich ist visuelle Gestaltung greifbar zu machen, ohne diese zeigen zu können. Durch die visuelle Natur von Grafikdesign werden. Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit ausgeschlossen oder nur begrenzt mit einbezogen. So bedeutet barrierefreie Gestaltung im Grafikdesign meist nur das Textbasierte Informationen übersetzt werden. Grafikdesign kann und ist aber so viel mehr wie die reine Informationsvermittlung. Wie gestalten wird beeinflusst wie Informationen aufgenommen und interpretiert werden. Vor allem der Entdeckungsprozess und das selbstständige Interpretieren und Betrachten geht verloren. Genau diesen etwas abstrakteren Teil der Gestaltung möchte ich mit meiner Arbeit zugänglicher machen. Anstatt nur über visuelle Reize sind meine Entwürfe auch taktil betrachtbar. Das soll ermöglichen, dass sehende und sehbehinderte gelichermaßen, und auf eigene Weise, betrachten können. Ich betrachte die aktuellen Ergebnisse meiner Arbeit als Zwischenstand. Da ich durch Gespräche und Feedback von sehenden und nicht-sehenden nochmals viel lernen konnte. Dadurch haben sich mir neue Perspektiven eröffnet, die mir in meinem bisherigen Prozess gefehlt haben. Mir liegt das Thema sehr am Herzen und ich möchte mich auch in Zukunft noch weiter mit barrierefreier Gestaltung und Inklusion im durch Design beschäftigen.

Meet me im Raum 3.