SILVIA SCHMIDT I PERIPHERAL ENVIRONMENTS I ZBM
„Peripheral Environments" ist eine Video/Sound-Installation, die sich mit der Grenze zwischen Leben und Materie auseinandersetzt. Die Arbeit überprüft diese Grenze auf ihre Konstruktion hin, sucht nach ihrer Durchlässigkeit und Fluidität: Was, wenn Materie nicht wartet, sondern handelt? Was, wenn das, was wir als träge bezeichnen, schon längst in Beziehung ist? Die Arbeit folgt einer Suchbewegung ins Innere des Materials, durch Schichten, die sich aufbauen, aus sich selbst heraus strukturieren und wieder lösen. Ein Geofon macht hörbar, was sich im Inneren bewegt: Das Material wird zur Membran, die Grenze zwischen Innen und Außen wird durchlässig. Die Videoaufnahmen zeigen in einem 3D-Programm erstelltes Gestein, das sich in unterschiedlich fortgeschrittenen Render-Ergebnissen neu schichtet, verflüssigt und verändert. Sound, Video und ein Gedicht verflechten sich, polyphon, mehrstimmig. Wie Gestein, das sich über Jahrtausende durch seine Umgebung formt und dabei Wissen speichert, bleibt auch diese Arbeit im Prozess.
Meet me im Raum 2.